Die Gretchenfrage im Garten der Excellence: «Und wie hältst du es mit der Qualität»?

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Dieser Artikel ist das Ergebnis eines Inputs von Rainer Kamp, Co-Moderator in der Xing-Gruppe Excellence-Now. Er hat zwei Thesen formuliert und wir haben uns zusammengetan, um diesen Artikel zu verfassen.

Es gibt viele wunderbare Definitionen von Qualität – von hochwissenschaftlich bis pragmatisch. In der Praxis bilden drei Punkte die Basis: Sicherheit in der Anwendung, das Produkt muss «funktionieren» und das Leistungsversprechen muss eingehalten werden.

Wer definiert den Qualitätslevel?

Alles Weitere beruht auf der Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde. Schliesslich kostet Qualität Geld und jetzt kommt irgendwann der Punkt, an dem der Qualitätsanspruch erfüllt wird. Daraus ergibt sich die Frage: Wer definiert den Qualitätslevel und mit welchem Massstab?

Qualität ist kein Vorteil an sich, sondern nur im Kontext der Kundenbereitschaft zu verstehen, für «mehr Qualität» auch mehr zu zahlen. Und worin besteht gute/ausreichende Qualität, wenn sich die Kunden schnell an das neue Qualitätsniveau gewöhnen und ihr Anspruchsniveau entsprechend anheben.

Genauso wichtig wie die Produkt-/Leistungsqualität ist auch das Thema Führungsqualität: Unterschätzt beim Thema Kostensenkung und unabdingbar im Feld der Innovation.

Excellence als Instrument zur Zukunftsgestaltung

Der mittlerweile emeritierte Prof. Bleicher formulierte es einmal so: «Wir arbeiten in Strukturen von gestern mit Methoden von heute an Problemen von morgen, vorwiegend mit Menschen, die die Strukturen von gestern gebaut haben und das Morgen innerhalb der Organisation nicht mehr erleben werden.»

Daraus können 2 Thesen abgeleitet werden:

These 1: QM-Systeme sind nicht geeignet, die Zukunft eines Unternehmens entscheidend voranzubringen.

Damit meinen wir:

QM-Systeme richten sich auf Verfahren, Methoden und Tools aus, die meistens über Zertifizierer bestätigt werden. Und genau das ist die Krux dabei. Eine Zertifizierung wird immer erreicht und dadurch auch eine falsche Sicherheit vermittelt. «Wir sind zertifiziert, also produzieren wir Qualität». Falsch! Es wird nicht Qualität produziert, sondern ein Zertifikat generiert, das ohne Wert bleibt, wenn dahinter nicht die Einstellung steht, Qualität zu generieren.

Wir kommen nicht drum herum, Qualität immer im Zusammenhang mit der eigenen persönlichen Einstellung und der Bereitschaft zu verbinden: «Ich will Qualität produzieren!» Zertifikat hin oder her.

Damit ich jedoch Qualität leben und produzieren kann, muss das Umfeld stimmen. Ich muss durch mein Umfeld stimuliert sein. Muss mich wohlfühlen am Arbeitsplatz und vielleicht sogar noch stolz sein auf meine Arbeit. Jawohl, man darf das sagen.

These 2: QM ist Methode – Excellence ist Nutzen

Damit meinen wir: 

Nur über Nutzen lässt sich Zukunft nachhaltig gestalten, und zwar indem die Mitarbeitenden ihre Leidenschaft in der jeweiligen Organisation ausleben.

Es ist die ultimative persönliche Einstellung, sich in seiner Tätigkeit vollkommen zu entfalten. Verbunden mit dem Anspruch, Qualität nicht nur als Ergebnis einer geforderten Leistung zu sehen, sondern dem Anspruch nachzugehen: «Ich will mich im Ergebnis wieder finden».

Es ist der einzige Weg, Organisationen erfolgreich werden zu lassen. Und es ist ein Weg, der NICHT über Zertifizierungen und andere Anerkennungen führt. Es ist DER WEG, der über die eigene persönliche Einstellung und über das eigene Verhalten führt.

 Pro Qualität im Denken – Kontra Qualität in der Praxis

Es ist ein anspruchsvoller Weg, denn sind wir doch einmal ehrlich: Wir verändern uns nicht gerne. Wir verharren lieber in der Routine.

Wer QM im Zusammenhang mit einer bestimmten Methode sieht, weicht aus. Er ist nicht bereit, an seinem Verhalten zu arbeiten und sich täglich zu hinterfragen, ob der Weg, den er persönlich geht, noch der richtige ist. Dazu gehört auch die Frage: Bringt mir mein Arbeitsplatz die nötige Befriedigung? Wenn die Frage nicht mit «Ja» beantwortet werden kann, ist die Konsequenz klar: Ich muss mich umschauen. Die Beantwortung dieser Frage ist eine Herausforderung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Autoren:

Bruno Birri www.brunobirri.ch
Rainer Kamp wk3-online.de

 

Über den Autor Bruno Birri

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